Verwertung des Vermögens zur Zahlung des Kindesunterhalts

Grundsätzlich wird die Höhe des Kindesunterhalts aus dem regelmäßigem Einkommen berechnet. Gem. § 1603 Abs.2 BGB haben Eltern gegenüber minderjährigen oder in Ausbildung befindlichen Kindern unter 21 Jahren, die noch im Haushalt der Eltern leben, den Kindesunterhalt unter Verwendung aller verfügbaren Mittel aufzubringen. Hierzu …

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Überstundenlohn und fiktives Einkommen bei Verletzung der Pflicht zur ärztlichen Behandlung im Rahmen des Unterhalts

Erneut nahm das Kammergericht Berlin Stellung zur Behandlung von Überstundenvergütungen im Rahmen der Einkommensermittlung zur Berechnung von Unterhaltsansprüchen. Der Unterhaltspflichtige behauptete, aufgrund einer Erkrankung, nachdem er zuvor ca. 50 Überstunden pro Monat leistete, nicht arbeitsfähig zu sein, lehnte aber eine stationäre Therapie ab. Das …

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Verpflichtung des Ehepartners zur Zustimmung zur Mietvertragskündigung nach Ablauf des Trennungsjahres

Die Ausgangslage für die Entscheidung könnte nicht typischer sein. Ein Ehepartner verlässt in Trennungsabsicht die bis dahin ehegemeinschaftliche Wohnung, der andere Ehepartner verbleibt mit den gemeinschaftlichen Kindern in der Wohnung. Der in der Wohnung verbleibende Ehepartner lässt dann jedoch Mietschulden in einem nicht unerheblichen …

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Reduzierung des Kindesunterhalts bei erheblicher Mitbetreuung gemeinsamer Kinder durch den Barunterhaltspflichtigen

Zur Entscheidung stand die Frage, ob der Kindesunterhalt bei einer erheblichen Mitbetreuung des barunterhaltspflichtigen Elternteils bei einer über das übliche Maß hinausgehenden Mitbetreuung eines Kindes zu reduzieren ist. Im vorliegenden Fall wurden die gemeinsamen Kinder durch den Barunterhaltspflichtigen Elternteil vereinbarungsgemäß in einem Zeitraum von …

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Reduzierung der Erwerbstätigkeit zugunsten neuer Familie trotz Kindern aus vorheriger Beziehung

Vorliegend hatte das Gericht darüber zu entscheiden, ob und inwieweit ein Barunterhaltsverpflichteter seine Erwerbstätigkeit reduzieren kann, auch zu Lasten des Unterhalts für Kinder aus einer vorherigen Beziehung, wenn hierdurch ein besseres Einkommen für die neue Familie generiert werden kann. Konkret schränkte der Unterhaltsverpflichtete seine …

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Nutzungsentschädigung für Ehewohnungszuweisung bei Vorliegen eines Steuersparmodels

Der vorliegende Fall ist geprägt von einem Steuersparmodell der besonderen Art. Beide Ehepartner verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen und gründen zudem eine Immobilienvermögensverwaltungs GmbH, die mehrere Immobilien erwirbt und verwaltet. Unter anderem eine Villa, die z.T. als Ehewohnung verwendet wird. Der Ehemann ist der …

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Wird der höchste Bedarfssatz beim Kindesunterhalt anerkannt, kann der Anspruch auf Auskunft über das Einkommen entfallen

Im zu entscheidenden Fall gab der Unterhaltsverpflichtete ein Anerkenntnis ab, Kindesunterhalt in Höhe von 200 % der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen, sowie den Mehrbedarf für Schule und Verpflegung und die Mutter der Unterhaltsberechtigten bis zu deren 18. Geburtstag von der Mithaftung für den Mehrbedarf …

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Illoyale Vermögensminderung aufgrund unentgeltlicher Übertragung einer Immobilie unter Nießbrauchsvorbehalt

Der Ausgleich des jeweils während der Ehezeit erworbenen Vermögens im Rahmen des Zugewinnausgleichs folgt starren Fristen. Grundsätzlich besteht der Zugewinn eines Ehepartners in der Differenz zwischen dessen Vermögen zum Tag der Eheschließung, Anfangsvermögen gem. § 1374 BGB, und dem Endvermögen, § 1375 BGB, zum …

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Ausgleich für vor der Ehe erbrachte Leistungen auf das Vermögen des Ehepartners

Das während der Ehe jeweils erwirtschaftete Vermögen der Eheleute wird im Rahmen der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft im Zugewinnausgleichsverfahren ausgeglichen. Aufgrund des starren Stichtagsprinzips dieses Verfahrens fallen Vermögensleistungen, die ein Partner vor Eheschließung auf einen Vermögensgegenstand des anderen geleistet hat, oft aus dem Verfahren heraus und …

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Lohnabrechnungen können zur Erteilung der Auskunft über das Einkommen genügen

Gemäß § 1605 BGB hat ein zum Unterhalt Verpflichteter dem Unterhaltsberechtigtem oder dessen Vertreter Auskunft über das erzielte Einkommen zur Berechnung der Unterhaltshöhe zu erteilen. Dies hat grundsätzlich in Form eines systematischen Verzeichnisses, § 259 BGB, zu erfolgen. Hinsichtlich der Auskunftserteilung im Rahmen der …

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Trennungsjahr in einer großzügigen, gemeinschaftlichen Wohnung

Voraussetzung der Ehescheidung ist, dass die Ehegatten ein Jahr getrennt voneinander gelebt haben, um sich vor dem Ausspruch der Scheidung über die Realitäten und Langzeitwirkungen der Trennung im Klaren zu sein. Eine vollständige Trennung der Parteien wird vom Gesetz jedoch nicht gefordert, so dass …

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Zuwendung zu neuem Partner kann zum völligen Verlust des Trennungsunterhalts führen

Die Antragstellerin forderte Trennungsunterhalt aufgrund der Mitte Oktober ausgesprochenen Trennung der Ehepartner, welchen der Antragsgegner ablehnt, weil sich die Antragstellerin, soweit zur Überzeugung des Gerichts, jedenfalls bereits im September einem neuen Partner zuwandte. Das Amtsgericht versagte den Anspruch auf Zahlung von Trennungsunterhalt wegen des …

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Anforderungen bei Feststellung Echtheit eines Testaments dürfen nicht überzogen werden

Im Rahmen eines Erbscheinverfahrens war gem. § 26 FamFG die Echtheit eines Testaments festzustellen. Hierzu hat das Gericht ein Schriftvergleichsgutachten eingeholt. Der Sachverständige stellte fest, dass zwar die verfügbaren Vergleichsschriftproben nicht optimal seien für eine entsprechende Analyse, aber in den graphischen Merkmalen Analogien hinsichtlich …

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Zugewinnausgleich bei überlanger Trennungszeit

Eine überlange Trennungszeit zwischen den Ehepartnern ändert ohne sonstige hinzutretende Umstände nichts an der Zugewinnausgleichspflicht; führt insbesondere nicht zu einer Einschränkung oder gar Aufhebung der Ausgleichspflicht aufgrund einer unbilligen Härte gem. § 1381 BGB. Grundsätzlich haben Ehepartner auf Antrag im Rahmen einer Ehescheidung das …

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A.C.A.B. als strafbare Kollektivbeleidigung der Polizei

Erneut hat sich das Bundesverfassungsgericht mit der Strafbarkeit der Verwendung des Akronyms A.C.A.B (All cops are bastards) beschäftigt. Im hier zugrundeliegenden Fall trug der Beschwerdeführer die Buchstaben A.C.A.B während des Besuchs eines Fußballspiels auf der Weste, obwohl er wusste, dass er dort auf Polizisten …

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Schadenersatz für an der Sicherheitskontrolle verpassten Flug

Im zugrundeliegenden Fall begab sich ein Fluggast, nachdem er rechtzeitig eincheckte und sein Gepäck aufgab, unverzüglich zur Sicherheitskontrolle. Aufgrund des Andrangs und der damit verbundenen Wartezeiten verpasste der Fluggast trotzdem den gebuchten Flug. Zwar bestehen keine vertraglichen Beziehungen zwischen dem Fluggast und dem Flughafenbetreiber …

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Patient hat bei Behandlung von verschiedenen Ärzten im Krankenhaus darzulegen, welches Fehlverhalten er welchem Arzt anlastet

Wirken bei der Behandlung eines Patienten in einem Krankenhaus Ärzte verschiedener Fachrichtungen zusammen muss der Patient im Prozess vortragen und unter Beweis stellen, welchen ärztlichen Fehler er welchem Arzt konkret anlastet. Dem Patienten ist es daher nicht möglich sich in seinem Klagevortrag darauf zu …

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Lärmschutz während Fußball-EM wird gelockert

Während der Fußballwochen vom 10. Juni bis 10. Juli wird die Grenze für den regelmäßig zulässigen Lärmpegel bis zu 55 Dezibel außer Kraft gesetzt. In dieser Zeit gilt eine Ausnahmeregelung, wonach die Städte und Gemeinden im Juni und Juli „Public Viewing“ trotz Lärmschutzes genehmigen …

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Girokonto auf Guthabenbasis ab 1. Juni 2016 für Jedermann

Bislang musste man in Deutschland einen festen Wohnsitz nachweisen, um bei der Bank ein Girokonto eröffnen zu dürfen. Das ändert sich ab dem 1. Juni. Das bereits im Februar verabschiedete sogenannte Zahlungskontengesetz verpflichtet die deutschen Geldinstitute dazu, jedermann ein Guthabenkonto mit Basisfunktionen wie Ein- …

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Befristetes Widerrufsrecht bei Immobilienkrediten

Deutschland setzt eine weitere EU-Richtlinie um. Das Widerrufsrecht vieler Immobilienkredite bekommt ab Juni eine Frist gesetzt. Seit November 2002 galt für Verbraucher bei Abschluss von Immobilien­kredit­verträgen eine Widerrufsmöglichkeit wegen einer fehlerhaften Klausel in vielen zwischen 2002 und 2010 geschlossenen Verträgen unbegrenzt. Künftig soll sie …

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Erstausbildung des Unterhaltspflichtigen

Der Grundsatz, dass eine berufliche Erstausbildung des Unterhaltspflichtigen Vorrang vor der Pflicht zur Zahlung von Kindesunterhalt hat, gilt nicht uneingeschränkt. Zumindest im Einzelfall kann es der Billigkeit entsprechen, dass der Unterhaltsverpflichtete zugunsten der Unterhaltszahlung auf eine Ausbildung zu verzichten hat. Insbesondere wenn der Pflichtige …

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Ausschluss sämtlicher Ansprüche bei Schwarzarbeit

Werden Leistungen schwarz erbracht, stehen dem Auftraggeber mangels Vertrag keine Mängelbeseitigungsansprüche zu. Auch eine Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert der Leistung und dem bezahlten Entgelt kann nicht zurückgefordert werden. Dem an sich gegebenen Bereicherungsanspruch des Auftraggebers steht dessen eigener Gesetzesverstoß nach § 817 BGB …

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Unfall durch plötzlich geöffnete Fahrzeugtür

Kommt es durch das plötzliche Öffnen einer Fahrzeugtüre in den fließenden Verkehr hinein zu einem Unfall, kann das ein so erhebliches Verschulden begründen, dass die Betriebsgefahr des fahrenden Fahrzeugs dahinter zurücktritt, mit der Folge des alleinigen Verschuldens auf Seiten des geparkten Fahrzeugs.

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Vorgetäuschte Eigenbedarfskündigung und Verzicht auf Schadenersatz

Täuscht der Vermieter einen Eigenbedarf zum Zwecke der Kündigung nur vor, hat der Mieter grundsätzlich einen Anspruch auf Schadenersatz gegen den Vermieter. Oft wird der sich an die Kündigung anschließende Räumungsprozess durch gerichtlichen Vergleich beendet, der einen Verzicht auf Räumungsschutz oder gar eine umfassende …

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Bürozeiten

Montag bis Donnerstag:
09:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr

Freitag:
09:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr

Anfahrt mit dem Auto

Parken im Parkhaus Hauptmarkt, ca. 100 m von der Kanzlei Treiber & Wehr.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus 36: Haltestelle „Weintraubengasse“, „Hauptmarkt“ oder „Burgstraße“, Fußweg ca. 3 Min.

U-Bahn U1: Haltestelle „Lorenzkirche“, Fußweg ca. 10 Min. über den Hauptmarkt.